GeoXantike – das Giga in Xanten 2015

Teil II Das Giga GeoXantike in Xanten
(hier geht es zu Teil I – das Meet&Greet am Freitag)

Weiter ging es am nächsten Morgen, nach dem Frühstück in der DJH Kleve fuhren wir wieder zum APX (Archäologischer Park Xanten). Diesmal waren die Parkplätze schon etwas voller – und die Schlangen nicht weniger lang. Sowohl beim Checkpoint, wo es die Tageskarten gab und die vorbestellten Sachen, als auch am Eingang gab es viele viele Menschen.

Giga GeoXantike Xanten 06.06.2015

Ich wollte doch aber gern ein paar begehrte Coins ergattern auf der Händlermeile, aber bei diesem Anblick schrumpfte mein Optimismus etwas. Naja, versuchen musst ichs 😀 Endlich war dann auch ich drin und kurz gesagt: nach einer halben Stunde Schlange stehen am Stand der lostplace4thekingz geschah Folgendes: die Person vor mir bekam die letzte der einen Coin-Sorte :-/ die zweite konnte ich allerdings noch bekommen. Somit war der erste TOP nur halb erledigt, aber war so, da kann ein Coiner mit umgehen – und nun ging es zum ruhigeren Stöbern. Bis 11 Uhr taten wir das auch, man glaubt ja gar nicht, wie schnell zwei Stunden um sind bei 40 Verkaufsständen zum Thema Geocaching und Geocoins…

Händlermeile
Händlermeile

Selbst die Kinder finden immer irgendetwas, was sie dringendst benötigen.
Viele bekannte Gesichter unter den Cachern und Händlern, kleine Gespräche , die die Geocaching-Community irgendwie ausmacht. Oder sollten wir diese Gemeinschaft doch

Anita mit dem Geldianer
Anita mit dem Geldianer

lieber Familie statt Community nennen, wie Orga-Chefin Heike Elter auf der Pressekonferenz anmerkte?
Zu dieser Pressekonferenz hatten wir uns nämlich hier – im Gegensatz zu der beim Gutenberg-Giga in Mainz – angemeldet.
Für 11:30 Uhr war sie im LVR-Römer-Museum angesetzt, startete etwas später, was aber für niemanden so wirklich schlimm war.

Das Römer Museum im APX
Das Römer Museum im APX

Janine alias NineBiene stellte uns die Beteiligten vor, „Mutti“ Heike, Frau van der List von der TIX (Tourist-Information Xanten) und die Beiden vom Project-Gremium, Willi und Andreas.

Giga GeoXantike Xanten 06.06.2015

 

Pressekonferenz

Pressekonferenz

Viele interessante Zahlen wurden genannt, die verdeutlichten, dass dieses Event wirklich unvergleichbar ist.  4100 Teams waren dabei, rund 8000 Erwachsene, 800 Kinder und all die aus 35 Ländern.

Heike erzählte uns, dass ihr die Idee zu einem Project im Jahr 2012 in Leipzig beim damaligen Project GeoGames kam. Ihr Mann und ihre Kinder belächelten sie damals. Aber sie und das ganze Orga-Team steckten all ihre Kraft und ihr Herz in die Vorbereitung dieses Projects GeoXantike. Als Probe fand im Jahr zuvor das TipiTipiTap in Walbeck statt und schon dort hatten wir die Organisation gelobt, es war sehr gelungen.
DSCGiga GeoXantike Xanten 06.06.2015Andreas vom Project-Gremium erzählte, dass dies das 7. Project-Event in Deutschland ist, angefangen hatte die Serie 2009 in Bremen. Damals waren rund 2000 Cacher  in der Hansestadt.

 

Project

Die Project-Serie wurde auf Basis der Geowoodstock-Events in den USA ins Leben gerufen, einmal im Jahr findet ein Project-Event in Deutschland statt und am Nachmittag sollte hier auf dem Giga bekannt gegeben werden, welches Event nächstes Jahr den Project-Titel tragen darf.
(hier eine Übersicht der bisherigen und folgenden Project-Events)
Noch mehr Zahlen wurden auf Nachfrage genannt: zum Orga-Team gehören 16 Mitglieder, davon wurde eine zu Recht besonders hervorgehoben: Johanna, die mit 83 Jahren aktiv dabei ist.
Dieses Jahr sind 250 Helfer am Start, diese wurden von Janine und Heike besonders gelobt, so viele Ehrenamtliche hätten sich gemeldet, dass sie am Ende noch welchen absagen mussten.
Bei der Frage, was hier eigentlich so alles geboten würde, hätte Janine gewiss noch ein bisschen länger reden können.

Sie zählte die wichtigsten Programmpunkte auf, erwähnte den historischen Schienenbus, der zeitgleich aus Bielefeld am Bahnhof einfuhr, die Spiele, das Römerlager, die Zaubershow, die Workshops, die stattfanden (so z.B. römische Mysterys, CPR – Caching People Rescue, Einführung ins T5-Klettern und Lock Picking) und die Führungen, die den ganzen Tag über im APX und in Xanten sind. Frau van der List ergänzte, dass das Mini-U-Boot im Hafen der Südsee wartete. Ein tolles Programm, da reicht ein Tag eigentlich gar nicht!
Nachzuhören ist die Pressekonferenz, die zufällig mitgeschnitten wurde vom Podcache, hier. Nach der PK fand an gleicher Stelle ein Live-Podcast statt, eben von diesem Podcache. Das war gewiss auch für einige sehr interessant.

Helfen

Wir verließen das Museum und mussten uns nun schon ein wenig beeilen, wollten wir doch vor unserem Helferdienst unbedingt noch etwas essen.
Ab 13:15 sollten wir bei den Spielen helfen. Da sich nicht gleich ein Orga-Mitglied zum Verteilen zeigte, lösten wir die Helfer bei den römischen Säulen ab. Von nun an durften die kleinen und großen Besucher bei uns bauen. War mal etwas anderes, es hat uns und den bauenden Cachern sichtlich Freude gemacht. Nur der Sonnenbrand danach, naja, sagen wir mal so: langsam ist er weg.

Es war nicht so warm wie am Vortag und es war ein wenig windig, aber genau das ist ja wie für einen Sonnenbrand gemacht. Wir wurden mit Wasser versorgt, und in dem Rucksack, den wir am Vorabend abgeholt hatten, war auch etwas zu trinken. Bei dem Wetter konnten wir das auch gut gebrauchen. Der Signal und der Geldianer besuchten uns und ein Foto mit ihnen ließen wir uns nicht entgehen.

Geldianer, Anita, ich, Signal
Geldianer, Anita, ich, Signal

Neben unserem Säulen-Bau-Spiel waren noch andere an die Antike erinnernde Spiele da. Zum Beispiel das Streitwagen-Fahren, Zielwurf oder Wurfspeer-Werfen. An jeder der zehn Spielstationen wurde nach dem Absolvieren ein Stempel vergeben. Drei Stempel mussten mindestens geholt werden, um an der Verlosung teilzunehmen, die am Nachmittag und am Abend stattfand. Noch während wir halfen, hatte Eva-Maria das Glück und wurde gezogen – sie gewann zwei Paar Strümpfe. Zu groß, aber egal, sie hat sich sehr gefreut, hatte sie doch bei der Petling-Tombola eines Händlers nur Pech,  in Mainz beim Gutenberg-Mega und auch hier zog sie (wie wir anderen auch) nur Nieten.
Ein paar Eindrücke von den Spielen:

Helfer Coin

Nach unserem Helfer-Dienst holten wir unsere Helfer-Coin bei Johanna vom Orga-Team ab. Sie hatte für jeden ein paar liebe Worte und bedankte sich herzlich bei uns.

Plötzlich fiel uns ein, dass wir noch nicht mal ins Logbuch geschrieben haben – und mussten feststellen, dass es schon demontiert wurde. Es war wohl mal eine große Schildkröte mit Panzerstücken, auf denen man sich eintragen konnte. Zu Gunsten des Kinderschutzbundes Peter Pan wurden am Nachmittag dann Lose verkauft, mit denen man ein Stück des Logbuches gewinnen konnte. Da hätten wir uns gern beteiligt, aber durch den Helfereinsatz hatten wir keine Zeit, Lose zu kaufen.

Das Logbuch

Nun aber fix auf einem noch vorhandenen Stück Schildkröte eingetragen, dann ging es in die Arena.
Hier starteten die Gladiatoren-Kämpfe, war mal echt interessant zu beobachten, Verlosungen wurden durchgeführt, die Signal-Prämierung fand statt und als Höhepunkt gaben die Mitglieder der Project-Jury den Ausrichter des Project-Events 2016 bekannt. Die Spannung stieg bis endlich der Name fiel: „Glück auf“(GC55555, wird in Kürze gepublisht) im Ruhrpott sollte das nächste Project-Events sein. Zu schön, dass auch „Mutti“ Heike im Orga-Team ist. Wir freuten uns mit ihr und dem Orga-Team von „Glück auf“, das fast vollständig vertreten war. Nachdem der Trubel vorüber war, begann die Band „Dangerous Comfort“ zu performen.

Wir  begaben uns dann aber in die Stadt Xanten, lösten Lab-Caches und fanden einige Tradis. Zeitgleich fand in der Innenstadt die Kirmes statt. Begleitet von Musik und Geruch von Zuckerwatte und anderen Leckerein lösten wir 12 der 30 Labcaches, lernten so die Stadt Xanten ein wenig besser kennen und aßen leckeres Eis. Ein paar Bilder aus Xanten:

Zurück im APX hörten wir die letzten Songs von Dangerous Comfort, fanden sie richtig gut, gingen dann langsam durch die breiten Wege zum Ausgang, sprachen ein paar Worte mit Frau van der List von der TIX, machten letzte Fotos vom Archäologischen Park und fuhren mit kleineren Cache-Abstechern zurück nach Kleve in unsere Jugendherberge.

 

Damit war die GeoXantike für uns vorbei. Am Sonntag gab es noch 10 Sternen-Events, in alle Richtungen von Xanten aus gesehen verstreut, sie sollten den Cachern zeigen, dass es auch rund um Xanten richtig schön Orte/Gegenden gibt. Wir nahmen an keinem mehr teil, da wir, wie auch im letzten Jahr nach dem TipiTipiTap zu lieben Freunden nach Holland fuhren.

Fazit: Ein Event, das die Latte ganz ganz hoch gelegt hat, was die Location und das Programm angeht, was aber vor allem die Herzlichkeit angeht, mit der das Orga-Team dieses Giga-Event geplant und durchgeführt hat. Wir sind überwältigt von der positiven Stimmung vor Ort, dem Wetter, der Stadt Xanten, den vielen netten Cachern und vor allem überwältigt vom CacherTeamGeldern. Ihr habt das großartig gemacht, wir sind 2017 gewiss wieder dabei, wenn das TipiTipiTap 2 ruft 🙂

Weitere Impressionen vom Tag:

 

3 Gedanken zu „GeoXantike – das Giga in Xanten 2015“

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